






Die westliche Medizin ist weitgehend in zwei Hauptbereiche unterteilt: kurative Medizin, die Heilung anstrebt, und palliative Medizin, die darauf abzielt, Schmerzen zu lindern und die Würde
angesichts einer begrenzten Lebenserwartung zu bewahren.
Die Association for the Palliative Turn (APT) ist ein Netzwerk von u.a. Künstler:innen, Kulturschaffenden, Wissenschaftler:innen und körpertherapeutisch Tätigen, die sich selbst als „palliativ neugierig“ beschreiben. Sie erkennen die Grenzen unserer gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Situation an und lehnen die Idee des unendlichen Wachstums ab. Stattdessen wenden sie palliative Prinzipien an, um diese Krisen anzugehen. Dazu gehören das Anerkennen des Lebensendes, das Lindern von Leid, das Schaffen von Freude (wo immer möglich) und die einfühlsame Unterstützung sterbender Lebewesen, Kulturen oder Glaubenssysteme.
APT nutzt einen experimentellen, spekulativen und humorvollen Ansatz, um Konzepte der Palliativmedizin auf die aktuellen
Krisen der Gesellschaft anzuwenden. Sie betrachten die Zeit vor einem möglichen systemischen Zusammenbruch als eine Phase der Einsicht, des Dialogs und der Freude in der verbleibenden Zeit, die uns bleibt.
Die zentrale Frage ist: Wie möchten Sie Abschied nehmen?